Hamburg hilft! Refugees welcome!

PRESSEMITTEILUNGEN / RÜCKBLICK

Mitteilungen für die Presse

Liebe VertreterInnen der Presse/Medien,
An dieser Stelle finden Sie aktuelle Pressemitteilungen und Bilder zum Download.
Wenn nicht anders angegeben, sind die Bilder unter Namensnennung des/der FotografIn honorarfrei.

Kontakt:
Ute Tiessen, ute.tiessen@saselhaus.de, 040-601716-11

Die Sasel-Haus Zeitung zum Nachlesen

Künftig werden wir aktuelle Infos auf unserer Facebook-Seite veröffentlichen.

Zu finden unter: https://www.facebook.com/Sasel-Haus-eV-161735600534616/

 

 

Musik von Anfang an

Musik von Anfang an ist ein Projekt in dem Staatliche Hochschulen für Musik und Theater, Grundschulen aus der Region und Sasel-Haus miteinander kooperieren um neue Wege der Musikvermittlung anzustoßen. Hierbei lernen die SchülerInnen spielerisch, was in dem Instrument steckt und wie man ihm die ersten Töne entlockt. Am Ende wird in einem großen Abschlusskonzert das Erarbeitete jedes Jahr der Öffentlichkeit präsentiert. In den vergangenen drei Veranstaltungen waren bereits Prof. Cornelia Monske mit dem Schlagzeug, Prof. Matthias Höfs mit der Trompete und Gino Romero Ramirez mit der Geige bei uns zu Gast. Und es ist jedes Jahr wieder für alle Beteiligten ein einzigartiges Erlebnis.

Musikherbst

Bereits sieben Mal fand der Musikherbst schon mit großem Erfolg im Sasel-Haus statt. Der Musikherbst setzt sich aus den Veranstaltungen „Haus voll Musik“, „Stars von Morgen“ und „Klingendes Buch“ zusammen. Diese Veranstaltungen finden innerhalb von mehreren Tagen statt und sorgen für eine Menge Spaß und Abwechslung.

„Haus voll Musik“ bietet gute Möglichkeiten für Kinder, verschiedene Instrumente auszuprobieren. Hier haben wir in jedem Raum einen Dozent mit einem Instrument, der den Kindern dabei hilft, ihre ersten Erfahrungen mit den Instrumenten zu machen.

Auch bei „Stars von Morgen“ dreht sich alles um Musik und Instrumente. Hierbei stehen fortgeschrittene SchülerInnen und Schüler auf der Bühne des Großen Saals und zeigen ihr Können.

 

„Klingendes Buch“ hingegen, ist für die kleinen Leseratten unter uns. Mit diesem Leseförderungsprojekt für die SchülerInnen jeweils einer 5. Klasse, wollen wir Kindern Musik und den Spaß am Lesen näherbringen.Im Vorweg arbeiten die SchülerInnen länger an den Texten und ein professioneller Sprecherzieher arbeitet im Rahmen mehrerer Projekttage an Vorlese- und Sprechtechniken. Zum Schluss wird alles hier bei uns im Haus zusammengesetzt.Dazu musizieren SchülerInnen der Staatlichen Jugendmusikschule und das Ganze wird durch ein Thema verbunden.

Kulturmanagement

Jeweils bis zu 15 Schüler/innen lernen in diesem Projekt die Grundzüge des Projektmanagements und Kulturmanagements kennen.In 10 Projekteinheiten a 4 Stunden werden die zentralen Themen behandelt und durch eine Kulturmanagerin mit Unterstützung durch fachspezifische Kollegen wie einem Grafiker unterrichtet. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der direkten Einsetzbarkeit in der Praxis. Um dies zu gewährleisten ist das Projekt direkt an Veranstaltungen im Sasel-Haus geknüpft. In Zusammenarbeit mit den Sasel-Haus-Mitarbeitern kümmern sie sich also u.a. um die Veranstaltungsorganisation, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und übernehmen die Moderationen während der Veranstaltung. 

07.10.2014 - Forum Medien-Politik-Gesellschaft: Finanzkrise

Mit Prof. Dr. Dr. Radermacher reiste einer der weltweit renommierten Experten zum Thema Währungs- und Finanzsysteme an und gewährte einen faszinierenden Einblick in diese hochkomplexe und nach wie vor aktuelle Thematik.

An dieser Stelle veröffentlichen wir seine Literaturempfehlungen, die er im Rahmen des Vortrags erwähnt hat:

"Literaturempfehlungen

 

(im Themenumfeld Global Marshall Plan und Ökosoziale Marktwirtschaft)

 

 

 

  1. Piketty, Th.: Das Kapital im 21. Jahrhundert, C. H. Beck Verlag, Oktober 2014
  2. Radermacher, F.J., Beyers, B.: Welt mit Zukunft – Die Ökosoziale Perspektive, Murmann Verlag, Hamburg 2011
  3. Radermacher, F.J.: Globalisierung und Gerechtigkeit, erschienen in: Verantwortung und Gerechtigkeit im Zeitalter der Globalisierung, Georg Olms Verlag, Hildesheim, 2013

4.    Solte, D.: Weltfinanzsystem am Limit - Einblicke in den „Heiligen Gral“ der Globalisierung, Terra Media Verlag, Berlin 2007

5.    Soros, G.: Der Blick geht nach vorn. FinanzBuch Verlang, München, 2010

6.    Stiglitz, J. E.: Der Preis der Ungleichheit: wie die Spaltung der Gesellschaft unsere Zukunft bedroht, Siedler Verlag, 2012

7.    Zucman, G.: Steueroasen – Wo der Wohlstand der Nationen versteckt wird, Suhrkamp Verlag, 2014

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen unter: www.faw-neu-ulm.de oder www.globalmarshallplan.org, www.clubofrome.de/schulen, www.connectingyouth.org, www.dekade.org

 

Unter der Adresse „globalmarshallplan.org“ kann kostenlos der wöchentliche Newsletter der Global Marshall Plan Initiative abonniert werden. Ferner können dort einschlägige Bücher bestellt werden."

 

 

 

26.-27.09.2013: Kulturaustausch Hamburg - Sonderburg

Im Rahmen eines zweitägigen Ausflugs ist sind alle Mitarbeiter_innen des Kulturamtes aus Sønderborg/Süd-Dänemark zu Besuch im Sasel-Haus und verschaffen sich einen Eindruck von der Arbeitsweise der Kulturzentren in Hamburg. Im Vorweg des Besuchs sind sie bei der NordArt in Rendsburg zu Gast, im Anschluss besichtigen sie die Hamburgische Staatsoper.

Seit einiger Zeit verbinden das Sasel-Haus und das Kulturamt Sonderburgs eine gute Zusammenarbeit. So finden z.B. deutsche Musiker Möglichkeiten für Anschlusskonzerte in Dänemark. Durch den gegenseitigen Austausch wollen beide Einrichtungen den Blick öffnen für neue Impulse über Grenzen hinweg.

 

 

01.07.2013: Zielgruppenorientierte Angebotsgestaltung im Kulturzentrum Sasel-Haus

Im Rahmen einer Arbeit im Seminar "Kulturwissenschaftliche Methoden und Forschungsansätze im Spannungsfeld von Kultur und Stadt" wurde die Angebotsstruktur des Sasel-Hauses untersucht.

Nadine Durlak, Kulturwissenschaftsstudentin an der Leuphana Universität, befasste sich mit dem Angebot des Sasel-Hauses und kam zu dem Schluss, dass Stadtteil und Kulturzentrum durchaus Auswirkungen auf das Hamburger Stadtimage haben, bzw. diese durch höhere institutionelle Förderung ausdehnen könnten.

Dies bestärkt uns in unserem Bestreben, die Entwicklungen im Haus voranzutreiben und neben der Arbeit im Stadtteil auch die hamburgweite Vernetzung voranzutreiben.

Mit der Nachwuchspflege ist es wie mit dem Obstanbau: Vielleicht tragen die alten Bäume nicht mehr richtig, vielleicht hat man auch einfach Lust auf eine neue Obstsorte im Garten – wie auch immer. Leider kann man nicht erwarten, dass der Apfelbaum direkt nach dem Pflanzen schon Früchte trägt. Viel Geduld, Pflege und Mühe sind notwendig, will man einmal wohlschmeckende Äpfel ernten. Im aktuellen Stadtkultur-Magazin erschien ein Artikel über Nachwuchspflege im Sasel-Haus...

Hier gehts zum Beitrag

Seit einiger Zeit finden im Sasel-Haus Konzerte der Elbphilharmonie statt, die Elfi-Babykonzerte. Immer weit im Voraus ausverkauft sind diese Musikvermittlungskonzerte mit dem Ensemble Resonanz, die u.a. im großen Saal des Sasel-Hauses stattfinden. Am 05.04. war das ZDF zu Gast und hat einen Beitrag zu den Konzerten produziert, den Sie hier in der Mediathek nachschauen können:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1876658/Klassik-fuer-Babys#/beitrag/video/1876658/Klassik-fuer-Babys

 

Der Battle...
Das Schleswig-Holstein Musik Festival veranstaltet, gefördert von der Hamburger Feuerkasse, am 15. und 16. Juli einen Battle für Hip Hop- und Breakdance-Begeisterte im Alter von 10-16 Jahren in Hamburg. Die Gewinner der beiden Qualifyings batteln in einer letzten Auswahlrunde am 17. Juli nochmals gegeneinander und haben so die Chance, sich für einen mehrtägigen Workshop (18. bis 24. Juli) mit der Breakdancerin Ksenija zu qualifizieren.

Eines der Battles findet im Sasel-Haus statt.

Der Workshop...
Im Workshop selbst erarbeitet Ihr zusammen mit Ksenija eine Choreographie, die Ihr am Ende des jeweiligen Auftrittes von Red Bull Flying Bach am 25. Juli und 26. Juli in der Laeiszhalle aufführt. Richtig spannend wird es am letzten Tag eures Workshops: die berühmten Red Bull Flying Steps besuchen euch in der HipHop Academy verpassen eurer Performance den letzten Schliff!

 

Weitere Infos unter http://www.shmf.de/inhalt.asp?ID=28240

27.11.13: Forum MPG

27.11.13: Forum MPG - „Wie will ich im Alter wohnen?“

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe des Jahres 2012 und der Tätigkeit von Winfried Adam für das „Forum Medien-Politik-Gesellschaft“  konnten wir mit  Henning Scherf  einen der prominentesten Befürworter einer „Wohngemeinschaft in Alter“ begrüßen. Gespannte Erwartung, drangvolle Enge. Die Veranstaltung war lange vorher ausverkauft.

Durch den Abend führte Michael Lütcke. Er begrüßte zunächst die Referenten des ersten Teils des Abends, Gottfried Penselin und Ingeborg Cohrs vom Wohnprojekt  „Allmende Wulfsdorf“. 230 „Dorfbewohner“ aller Altersstufen leben – am Stadtrand von Hamburg - auf einem großen Areal in verschiedenen kleineren Mehrfamilienhäusern, die nach den Wünschen der späteren Bewohner als Eigentumswohnungen erbaut wurden.  Aufgrund der früheren Nutzung des Grundstücks befinden sich auch ältere Bauten dort, die u.a. für Gewerbe genutzt werden. Das ganze Projekt – eine gewaltige Herausforderung für alle; insgesamt 8 Jahre dauerte es bis zur Fertigstellung. Durch immer wieder erforderliche Gemeinschaftsleistungen wurde ein „wir-Gefühl“ geschaffen; Ingeborg Cohrs lernte sogar ihren jetzigen Mann dort kennen. Es gab viele Fragen, und Gottfried Penselin lud die Interessierten ein, sich das „Dorf“ doch mal anzusehen.

Henning Scherf berichtete im Anschluss in launigen und teilweise auch berührenden Worten über seine „WG“. Er wohne bereits seit mehr als 25 Jahren  mit insgesamt 10 Personen in einem umgebauten Mehrfamilienhaus mitten in der Bremer Innenstadt. Mit über 1.400 qm Grundstück verfüge man sogar über einen ansehnlichen Garten und habe somit auch einen „Auslauf“ direkt am Haus. Ziel dieser Gemeinschaft sei es, sich im  Alter selbst zu helfen und nur im Notfall professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

„Ich möchte unsere Gemeinschaft nicht mehr missen“, erklärte Henning Scherf. Auf  seelenlose Seniorenheime, die in erster Linie an ihren Profit denken, könne er somit verzichten. Und wenn er durch die Villenviertel streife, sehe er überall abgeschottete Häuser: „ Ich denke jedes Mal, die Bewohner hätten sich freiwillig in eine Art Luxusgefängnis zurückgezogen: So will ich nicht leben!“

Henning Scherf ermunterte alle Zuhörer, sich Gedanken über solche Wohngemeinschaften zu machen: Wer denke, die Kinder kümmerten sich später um sie, der irre, denn die meisten hätten ihre eigenen Familien und seien angespannt im Beruf. Der demographische Wandel bewirke, dass es immer mehr Alte gebe, und ein Leben in solchen frei gewählten Gemeinschaften  sei für alle vorteilhaft, denn jeder könne jedem helfen und gemeinsam sei man stark.

Über 70.000 solche und ähnliche WGs gebe es bereits, es sei leicht, sich Informationen zu beschaffen, wenn man sich für eine solche Wohnform interessiere.

Interessant war für die Zuschauer auch, wie viele Gemeinsamkeiten  beide Wohnprojekte aufwiesen, obwohl ganz unterschiedliche Konzepte dahinterstehen. Gottfried Penselin und Henning Scherf ergänzten sich in ihren Anmerkungen und bei der Beantwortung der Zuschauerfragen ideal.

Sicherlich wird das Gehörte zu vielen Diskussionen unter den Teilnehmern und in  ihrem Umfeld führen; jeder spürte: Solche Wohnformen sind ideal! Aber – ob man sie letzten Endes auch für sich Realität werden lässt? Viele Informationen sind nötig, Gespräche, Besichtigungen, Planungen, Konzepte – und viele Entscheidungen, falls man der Sache nähertreten will: Wohnungs-/Hausverkauf? Mit wem will ich wohnen? Wo?  Wie finanziere ich alles? Und vieles mehr.

Danke  Michael Lütcke, Gottfried Penselin, Ingeborg Cohrs und Henning Scherf für diesen informativen und spannenden Abend!

25.10.12: Forum MPG - Unicef, Schulen für Afrika

Fast genau zu ihrem 50jährigen Bestehen von UNICEF Hamburg stellte deren Leiterin, Frau Dorothee von Unruh, ihre Organisation im Sasel-Haus vor.

UNICEF ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen mit dem Leitsatz „Gemeinsam für Kinder“. Anfangs wurde Kindernahrung aus den USA nach Europa gebracht und hier verteilt. Im Laufe der Jahre veränderte sich jedoch das Aufgabengebiet ständig, wie Dorothee von Unruh anhand ihrer Power-Point-Präsentation eindrucksvoll schilderte. Heute liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf „Bildung für Kinder“. Besonders die Bildung der Mädchen – in vielen Ländern Afrikas ist deren Schulbesuch nicht selbstverständlich -  ist eine dankbare und erfolgversprechende Aufgabe.

Die UNICEF-Botschafterin und Schauspielerin Johanna Christine Gehlen berichtete dann anschließend über das erfolgreichste UNICEF-Projekt , die Aktion „Schulen für Afrika“. Gerade eine  Woche zuvor wurde die 1.000ste Schule eingeweiht . Finanziert vom Hamburger Reeder Peter Krämer und der Nelson-Mandela-Stiftung betreibt UNICEF diese  Grundschulen; hat doch nur diese weltumspannende Organisation Zugang zu den Verantwortlichen der betreffenden Länder. Bisher wurden Projekte in 11 afrikanischen Ländern betrieben; jetzt kommen 5 weitere hinzu. Anhand von berührenden Fotos wurde deutlich, welch ein Segen eine funktionierende Schule nicht nur für die Kinder, sondern das ganze Dorfleben bedeutet. Teilweise besuchen über 1.200 Kinder eine solche Schule; sie werden in 2 Schichten unterrichtet. Sauberes Wasser wird gelegt; sanitäre Einrichtungen kommen dazu. Die Lehrer werden vor Ort ausgebildet; es handelt sich oft um ganz junge, da die „mittlere Generation“ durch Aids praktisch nicht mehr existiert.   Besonders eindrucksvoll eine Zahl: Heute kann nur jedes dritte afrikanische Kind eine Schule besuchen. Das hört sich zunächst nicht besonders beunruhigend an. In Zahlen ausgedrückt handelt es sich jedoch um mehr als 45 Millionen Kinder

 Es werden nicht nur neue Schulen gebaut. Genauso wichtig ist der Wiederaufbau  ehemals vorhandener Schulen, die wegen Bürgerkriegswirren und anderen Ereignissen zerstört wurden .

Anhand von authentischen Fotos und der Schilderung ihrer konkreten Situation der Kinder  berührte Johanna Christine Gehlen die Teilnehmer stark: Es waren jetzt nicht mehr „irgendwelche“ Kinder, sondern ganz reale.

Mit großem Beifall und Respekt vor der Arbeit von UNICEF wurde der überaus interessante Abend gegen 21.30 Uhr beendet.

25.09.12: Forum MPG, Patient Gesundheit

„PATIENT GESUNDHEIT – ÜBERDOSIS MEDIZIN“

 

SPIEGEL- und Bestseller-Autor  Jörg Blech warnt in einem überaus interessanten Vortrag im Rahmen des „Forum Medien-Politik-Gesellschaft“  vor „Übermedizin“.  Er hinterfragt  kritisch den medizinischen Sinn von riskanten Therapien, prangert nutzlose Pillen an und warnt vor unnötigen Operationen.

 

Anhand von konkreten Beispielen  verdeutlichte er, dass manche Krankheiten „künstlich“ entstanden seien – durch Herabsetzung von kritischen Werten z.B. bei Cholesterin oder Bluthochdruck u.ä. Und die Recherchen ergäben, dass fast immer der Ausgangspunkt im Bereich der Pharmaindustrie zu suchen sei.  Durch gezielte Lobbyarbeit, vermeintlich neutrale wissenschaftliche Studien oder spezieller Kongresse gelänge es der Industrie, einen immer größeren Markt für ihre Produkte zu „erfinden“.

 

Diese „Erfindungen“ sind nicht nur teuer, sondern könnten auch gefährlich sein. Jörg Blech schilderte, wie manche Patienten bis zu 15 Tabletten einnähmen, bei denen man nachgewiesen habe, dass sich die Wirkung teilweise aufgehoben habe.

Gleiches gelte auch für Operationen. Eine stark ansteigende Zahl gerade in Deutschland, während in vergleichbaren Ländern die Anzahl   gleich oder gar rückläufig sei. Eine Folge der Kommerzialisierung des Medizinwesens?

 

Dabei gäbe es oft  ganz einfache Alternativen. Z.B. Mehr Bewegung!  Es  genügten 30 Minuten täglich, um gesünder zu bleiben. Während man früher Kranke oft ins Bett steckte, hieß es jetzt vielfach: Sofort bewegen!  

 

Der mündige Patient sollte die vorgeschlagenen Therapien der Ärzte häufiger hinterfragen; evtl. auch eine zweite Meinung von Vorteil.

 

Auf eine Zuschauerfrage, was man dem Arzt denn sagen sollte, wenn man an dessen Vorschlägen zweifele, antwortete Jörg Blech etwas scherzhaft: „Notfalls meine Bücher unter den Arm klemmen und dem Arzt auf den Tisch legen“. Dann wisse der, dass er einen kritischen Patienten vor sich h.

 

Nach seinem Vortrag fand eine angeregte Diskussion unter den ca. 70 Zuschauern statt; viele von ihnen waren fachlich vorgebildet. Auch der Büchertisch wurde rege frequentiert.

 

Gegen 21.30 wurde der sehr anregende Abend beschlossen.

Das neue Vivaldi(r): jetzt mit noch weniger Kalorien!

Wenn in Zukunft Vivaldi® der Name eines neuen Diätproduktes ist und unter Beethoven™ nur noch ein neues Handybetriebssystem verstanden wird, dann haben wir heute etwas verkehrt gemacht. Im neuen Magazin "stadtkultur" ist ein Artikel zu diesem Thema, der sich mit dem "Profil Musik" im Sasel-Haus befasst.

Zu finden ist der Artikel unter http://www.stadtkulturmagazin.de/2012/06/das-neue-vivaldi%C2%AE-jetzt-mit-noch-weniger-kalorien/

20.04.2012: Musik von Anfang an

Musik von Anfang an: Eröffnungsveranstaltung "Talking Drums"

Eröffnungsveranstaltung der neuen Veranstaltungsreihe "Musik von Anfang an" im Sasel-Haus

20.04.2012, "Talking Drums", 18 Uhr
Eine Einführung in die Klang - Welt der Percussionsinstrumente mit dem
Hamburger Percussion Ensemble
Leitung Prof. Cornelia Monske


Ein spannendes Konzert für Kinder ab 4 J. zum Anschauen und Anhören, worauf es sich so trommeln, schlagen und hauen lässt - und wie es klingt, wenn echte Profis das tun!

Prof. Cornelia Monske von der Hochschule für Musik und Theater Hamburg kam mit ihren StudentInnen und gestaltetete ein Einführungskonzert in das neue Projekt "Musik von Anfang an".

Knapp 200 junge und etwas ältere Besucher staunten, wieviele verschiedene Schlaginstrumente es gibt und wie unterschiedlich sie klingen. Jeder Musiker trug ein Solo-Stück vor, am Anfang und am Ende musizierten alle gemeinsam... und die Bandbreite war enorm: von flüsterleise bis bombastisch laut, von verspielt und albern über jazzig-blue bis hin zu hochvirtuos, alle Register der Schlagwerk-Kunst wurden gezogen. Und am Ende durften die Neugierigen dann sogar die Instrumente aus der Nähe in Augenschein nehmen - selbstverständlich blieb es nicht beim "Anfassen mit den Augen"... und sie dürfen sich auf die nächsten Wochen freuen. Denn in den darauf folgenden 6 Wochen arbeitet Frau Prof. Monske dann mit ihren Studenten in 3 ausgewählten Klassen der Schulen Am Redder, Grundschule Bergstedt und Grundschule Eckernkoppel.

 Damit nimmt ein besonderes Projekt einen Anfang:

Das Sasel-Haus bietet in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater Hamburg Schülern und Schülerinnen in Grundschulen elementares Musizieren an. In einem ersten Schritt soll dies mit  rhythmischen Übungen beginnen – also mit kleinem Schlagzeug und Schlagwerk – um später mit anderen Instrumenten fortgesetzt zu werden. Das Interesse für Musik und eigene musikalische Betätigung soll geweckt, das Tor zum Eintritt in die Welt der Musik geöffnet werden. Dieses Projekt tritt nicht in Konkurrenz zu anderen  Musikvermittlungs-Projekten. Es will die Schulen im Musikunterricht für ganz junge Schüler unterstützen. Das private Engagement, auch in der Jugendmusikschule, soll angeregt werden – so das Ziel des Sasel-Hauses.

 Die Übungen werden mit kleinem originalen Schlagzeug-Instrumentarium durchgeführt, das zur Verfügung gestellt wird. Es werden professionelle Instrumente wie Konga, Bongo, Cabaza, Güiro, Claves, Triangel, Vibra-Slap und Esels-Gebiss eingesetzt, die die Schüler im Unterricht und im Abschlußkonzert dann selbst spielen werden.

 Das feierliche Abschlußkonzert mit allen teilnehmenden SchülerInnen gibt es dann am 01.06. hier im Sasel-Haus.

März 2012: Veröffentlichung im "stadtkultur magazin"

Die Märzausgabe 2012 des "stadtkultur magazins" befasst sich mit den Kursbereichen in den Stadtteilkulturzentren Hamburgs.

Darin ist auch ein Artikel über den Kursbereich im Sasel-Haus erschienen, der hier nachzulesen ist:

http://www.stadtkulturmagazin.de/2012/03/die-kurse-im-sasel-haus/

29.03.2012: Forum MPG

29.03.2012: Forum Medien-Politik-Gesellschaft, Greenpeace

Unter dem Titel „Die Welt zu Zeugen machen“ stellte uns Andre Bagehorn von der Hamburger Greenpeace-Gruppe seine Organisation vor.

 1971 in Vancouver, Kanada, gegründet, ist Greenpeace heute – 40 Jahre später - eine weltweit anerkannte und respektierte Umweltorganisation, die überall auf der Welt vertreten ist und deren Wort Gehör findet. Die ersten Aktivitäten bezogen sich damals auf die Verhinderung von Atomtests in Alaska. Parallel dazu begann der Kampf gegen die Abschlachtung von Walen.

 Mit diesen Aktionen  wurde Greenpeace weltbekannt: Die Welt sollte Zeuge sein, wenn Firmen oder Staaten in eklatanter Weise unsere Erde schädigen. Die öffentliche Meinung sollte ein Umdenken erzwingen. Noch heute ein Greenpeace-Prinzip.

 

Inzwischen haben die Aktivitäten von Greenpeace jedoch eine deutliche Veränderung erfahren:  Nicht nur „einfach“ Umweltsünden anprangern, sondern Lösungsmöglichkeiten erarbeiten. Beispiele dafür sind zum Beispiel die Entwicklung der FCKW-freien Kühlschränke oder des chlorfrei gebleichten Papiers. In Kürze läuft auch die neu gebaute „Rainbow Warrior III“ nach Südamerika aus, um auf die rapide Abholzung des Regenwaldes wegen des zunehmenden Bedarf an Biosprit aufmerksam zu machen. Der Schutz der Meere, der Kampf gegen Gentechnik und für erneuerbare Energien sind weitere aktuelle Arbeitsfelder

 

Greenpeace wird ausschließlich durch private Spenden finanziert. 70% des Gesamtaufkommens waren Einzelspenden unter 100.-- €. Dadurch erhält man sich die Unabhängigkeit und kann nicht in den Verdacht geraten, durch Wirtschaftsinteressen gesteuert zu sein.

 

Die Zentrale von Greenpeace liegt in Amsterdam. Das deutsche Hauptquartier befindet sich in Hamburg, wo ca. 120 fest angestellte Experten der verschiedensten Fachrichtungen arbeiten.

 

Das Herz von Greenpeace sind aber die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter, ohne die es nicht möglich wäre, die verschiedensten Aktionen zu planen und durchzuführen. Auch in Hamburg gibt es eine Greenpeace-Gruppe mit über 120 ehrenamtlichen Mitarbeitern.

 

Diese führen Informationsveranstaltungen durch, Schulprojekte, und ähnliches. Viele Kampagnen nahmen ihren Anfang in den ehrenamtlichen Gruppen. Es gibt auch spezielle Programme für Kinder („Greenteams“), Jugendliche („Jugend-AG“) und Senioren  („Team 50 Plus“). Weitere Informationen können unter www.greenpeace-hamburg.de abgerufen werden.

 

Fazit: Der spannende und informative Vortrag von Andre Bagehorn vermittelte den rund 50 sehr interessierten Anwesenden Geist und Arbeitsweise von Greenpeace perfekt.  Viele Fragen kamen auf und wurden besprochen. Trotzdem:  Die Zeit lief (zu) schnell ab!

15.02.2012: Ehrung für Elke Breuer, Vorsitzende des Sasel-Haus e.V.

Ehre, wem Ehre gebührt......

Hamburgs erster Bürgermeister, Olaf Scholz, würdigte am 15. Februar 2012 mit einem Empfang im Rathaus und einer Medaille für treue Arbeit und Dienste im Ehrenamt 47 Frauen und Männer, die sich im Ehrenamt besonders ausgezeichnet haben.

Die Saselerin Elke Breuer, seit 1983 Mitglied und Kassenwart und seit 1997 erste Vorsitzende des Sasel-Haus e.V., gehörte aufgrund ihres großen Engagements und besonderen persönlichen Einsatz, zu den Auserwählten.

Sie war maßgeblich an der Entwicklung des Sasel-Hauses, das einst ein abbruchreifes Haus war und mittlerweile eines der größten Stadtteilkulturzentren Hamburgs ist, beteiligt.

Sie konnte schon oft durch ihre umsichtige, persönliche  und verbindliche Art Andere für Projekte begeistern und neue Ideen verwirklichen. Sie entwickelt, konzipiert und setzt um, wie zum Beispiel die Ideen, einen Kinderleseclub, die erfolgreiche Konzertreihe und das CafePause im Sasel-Haus zu etablieren . Aber Elke Breuer entwickelt nicht nur, nein, sie ist auch abends bei Veranstaltungen, Events und Vorträgen vor Ort , um tatkräftig mit anzupacken.

Im Stadtteil engagiert sich Elke Breuer ebenfalls in den unterschiedlichsten Belangen und setzt sich für die Erhaltung und Belebung des Stadtteils ein. Als Gesprächspartnerin wird sie von Politikern, Bürgern, Mitarbeitern sehr geschätzt und von den Kindern geliebt.

Olaf Scholz lobte in seiner flammenden Rede das soziale Engagement und die freiwillige Einmischung, die einen Teil unserer Zivilgesellschaft trägt und mit Leben füllt. Für den ersten Bürgermeister drückt das Wort Ehrenamt etwas ganz Entscheidens aus: nämlich Ehrenhaftigkeit des Tuns und die Freiheit das Gemeinwesen mit zu gestalten. Diese Medaille kann nur unterstreichen und symbolisieren, betont der erste Bürgermeister. Mit ihr dankt die Stadt Hamburg. Das Wichtigste ist die Inschrift auf der Medaille: Das Gemeinwohl ist das höchste Gesetz! Und danach handeln Sie! Olaf Scholz beendete seine Worte mit der Bitte, im Engagement für den Erhalt unseres demokratischen Gemeinwesen nicht nachzulassen, denn ohne die ehrenamtlichen Bürger und Bürgerinnen wäre diese Stadt nur die Hälfte wert!

Der Sasel-Haus e.V. ist stolz auf seine erste Vorsitzende und hofft, dass sie noch lange, im Dienste der Saseler, Lust und Spaß an ihrem unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz hat.

Ehre, wem Ehre gebührt! Danke, Elke Breuer!

23.02.2012: Forum Medien-Politik-Gesellschaft

23.02.2012: Forum Medien-Politik-Gesellschaft, Tatort Supermarkt

Nachlese zum 23.2.2012:

„Tatort Supermarkt“

 

Vieles wusste man ja bereits aus den Medien: Im Supermarkt geht es häufig nicht mit rechten Dingen zu. Bereits der plakative Titel der gut besuchten Veranstaltung wies darauf hin, dass wir heute mehr über „üble Tricks“ und „Betrügereien“ erfahren würden.

 

Doch die geballten Informationen, die der Referent Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg auf die Zuhörer „niederprasseln“ ließ, übertrafen die bisherigen Kenntnisse der meisten Besucher bei weitem.

 

„Nichts wird im Supermarkt dem Zufall überlassen“. Ziel: Mehr Umsatz und höherer Gewinn durch Manipulierung der Sinne: Wegführung, Be-schallung, Beleuchtung, sogar die Form der Einkaufswagen, Platzie-rung von vermeintlichen Sonderangeboten, und vieles mehr gehören heute zum Standard der Supermarkteinrichtung.

 

Dazu die oftmals falsche Deklarierung der Produkte durch die Lebens-mittelindustrie: Putenwurst (mit 50% Schweinefleisch) , Analogprodukte ohne ausreichende Kennzeichnung, Marillensaft (mit 0,1 % Marillenan-teil), Marmelade vom „Hofladen“, bei der die Früchte 2.000 km entfernt geerntet werden, Ballisto Erdbeerriegel, bei denen Erdbeeren noch nicht mal mit der Lupe auszumachen sind, „Cremissimo“ von Langne-se, wo jeder an Eiscreme denkt, aber kein Eis drin ist, und viele andere Beispiele veranschaulichten die Bestrebungen der Industrie, möglicht viele billigere „Ersatzstoffe“ einzusetzen, und zwar möglichst so, dass es keiner auf den ersten Blick merkt. Und dann die Verschleierung von Zusatzstoffen! Auch das ist ein umfangreiches Feld, für das man ei-gentlich einen eigenen Abend benötigen würde.

Fast alle diese Manipulationen sind legal und auch nicht von vorneher-ein gesundheitsgefährdend.

 

Ein weites Feld sind auch Mogel- oder Luftverpackungen: Armin Valet zeigte uns Beispiele dafür: 20-30 % weniger Ware zum gleichen Preis. Oder das haarstäubende Beispiel mit „Lätta“. Die 500 gr Packung kostet genauso viel wie „Lätta soft nach neuem Rezept“. Dort sind aber nur 320 gr drin.

 

Deswegen mischen sich die Verbraucherzentralen – neben anderen Organisationen wie z,B. Foodwatch - als Anwälte der Verbraucher ein und prangern diese Praktiken unter Nennung von Roß und Reiter an. Viele Änderungen haben sie schon aufgrund von Gerichtsurteilen oder freiwilligen Absprachen erreicht. Anderes ist nur schleppend zu verändern, da EU-Recht verändert werden müsste.

 

Der Verbraucher hat einige Möglichkeiten, auf die Industrie einzuwir-ken. Dazu gehört, sich bei den betreffenden Firmen zu beschweren. Er kann auch seine Kaufgewohnheiten ändern. Nicht mehr alles im Su-permarkt kaufen, sondern bei heimischen Erzeugern. Seit Anfang 2012 gibt es ferner die Möglichkeit, festgestellte Verstöße zu melden: Es wurde eine Internetplattform eingerichtet (www.lebensmittelklarheit.de); davon wird auch schon rege Gebrauch gemacht; mehrfach sind die Server aufgrund der starken Frequentierung vorübergehend zusammengebrochen. Den Beschwerden wird in gemeinsamen Verhandlungsrunden zwischen der Industrie, den Verbraucherschützern und dem Verbraucherministerium nachgegangen.

Außerdem gibt es einen „online-Pranger“, in dem beanstandete Produkte namentlich aufgeführt werden.

 

Gegen 21.30 Uhr endete dieser informative Abend. Der Referent, Armin Valet, wies abschließend noch darauf hin, dass die Verbraucherzentralen auch noch viele andere Gebiete bearbeiten – z.B. Energieberatung, Umweltschutz, Verbraucherecht, Finanzierung, Patientenschutz usw. Das ausgelegte Informationsmaterial fand reißenden Absatz.

 

Fazit: Steter Tropfen höhlt den Stein. Nur aufgeklärte Verbraucher können Veränderungen herbeiführen. Und dazu hat der Abend mit Si-cherheit beigetragen.

 

Forum MPG: Joachim Gauck

20.01.12: Forum MPG: Joachim Gauck zu Gast im Sasel-Haus

Am 20.Januar 2012 erlebten die Zuschauer im vollbesetzten großen Saal des Sa-sel-Hauses eine Sternstunde. Bereits ca. 3 Wochen vor diesem Termin waren alle Eintrittskarten vergriffen; auch die Hamburger Presse sowie das Regionalfernsehen des NDR räumten diesem Ereignis breiten Platz ein. Und die hohen Erwartungen an den Abend wurden noch weit übertroffen.

Der Organisator der Veranstaltungsreihe „Forum Medien-Politik-Gesellschaft“, Win-fried Adam, hatte den Termin mit Joachim Gauck vor mehr als einem Jahr verein-bart; angesichts der aktuellen Krise um den amtierenden Bundespräsidenten Wulff schien das Thema des Besuches, eine Lesung aus seiner Autobiografie „Winter im Sommer, Frühling im Herbst“, in den Hintergrund zu rücken.

Doch Winfried Adam stellte in seinem Eingangsstatement unmissverständlich klar:
Die aktuellen Ereignisse sind heute kein Thema. Wer dachte, es handelte sich „nur“ um eine normale Lesung aus einem Buch, sah sich getäuscht: Joachim Gauck las und berichtete auf eine sehr persönliche, alle Anwesenden tief berührende Art über sein Leben. Seine Kindheit mit dem abwesenden Vater, seine persönlichen Erfah-rungen mit dem Leben in der DDR, seinen tiefgreifenden Verlustgefühle, als drei seiner Kinder in die Bundesrepublik ausreisten, und sein Glücksgefühl nach dem Fall der Mauer und die Errungenschaften der erkämpften Freiheit.

Dies sei auch die Triebfeder für seine öffentlichen Auftritte: Den Menschen in Deutschland zu vermitteln, dass ihre Freiheit gar nicht hoch genug zu bewerten sei und dass ihr unschätzbarer Wert allen immer bewusst bleibe.

Ergriffen applaudierten alle Zuschauer nach Ende der Lesung immer und immer wieder. Noch lange verharrten viele Menschen im Saal mit dem Bedürfnis, das Er-lebte in den Gesprächen mit anderen zu teilen. Viele Zuschauer ließen sich die er-worbenen Bücher von Joachim Gauck signieren, der dabei unermüdlich viele Fra-gen beantwortete. Es waren schließlich mehr als 3 Stunden vergangen, bis die letz-ten tief beeindruckten Besucher das Haus verließen.

Ein Abend, der noch lange Zeit nachwirken wird!

18.10.2011: Forum Medien-Politik-Gesellschaft: Rüdiger Nehberg - "Sir Vival"

Der Beifall wollte nicht enden, als Rüdiger Nehberg am Ende seines Vortrags das grosse Banner ausrollte und von seiner Vision berichtete: Sein Traum sei es, dieses Banner eines Tages in Mekka, im Beisein der höchsten Würdenträger des Islam, zwischen den Türmen der Moschee zu befestigen um somit der ganzen islamischen Welt zu demonstrieren, dass die Genitalverstümmelung der Mädchen ein Verbrechen  und streng verboten sei.

Im seit Tagen völlig ausverkauftem großen Saal hatten zuvor die Gäste gebannt und fasziniert miterlebt, wie Rüdiger Nehberg sein früheres „Überlebenstraining“ schilderte: Beispielsweise im Einbaum nach Brasilien, im Tretboot nach New York, ohne feste Nahrung eine Wanderung von 1000 km; seine Ausbildung zum Marinetaucher, Ernährung nur durch Würmer oder Algen, und andere Abenteuer: Ohne diese Erfahrungen und Kenntnisse hätte er seine Wanderungen durch die Wüste und seine mehr als 20-jährige Unterstützung eines der letzten ursprünglichen Indianerstammes – den Yamomami - im Norden Brasiliens nicht meistern können, wie er heute wisse. So seien alle diese Aktionen nachträglich Abenteuer „mit Sinn“ gewesen.

Die Aufgabe seines Lebens fand er aber „erst“ vor ungefähr 10 Jahren: Der Kampf gegen die Genitalverstümmelung von Mädchen. Zusammen mit seiner Frau Annette gründete er die Organisation „Target“ (Ziel). Unabhängig von staatlichen oder anderen bürokratischen Organisationen konnten die Beiden in die afrikanischen Länder reisen, um die hohen geistlichen Würdenträger zu überzeugen, dass diese Verstümmelungen keineswegs islamischem Ursprung sind, sondern nur unkritisch über Jahrhunderte von einer Generation auf die nächste übertragen wurden. Getreu seinem Wahlspruch: „ Keiner ist zu gering, um nicht zu versuchen, Unmögliches möglich werden zu lassen“ mischte er sich ein, machte er sich an die Arbeit, diese Menschenrechtsverletzungen zu stoppen und hatte damit unglaubliche Erfolge. Fast atemlos verfolgten die Zuschauer seine unglaublichen Schilderungen.

An diesen Abend werden alle Beteiligten noch lange zurückdenken: Die Zuschauer an einen mitreißenden Bericht und einen hochmotivierten Referenten. Rüdiger Nehberg an ein atemlos mitfieberndes Publikum, und die Veranstalter an ein volles Haus und ein grandioses Interesse auch gerade von jüngeren Gästen.

Fazit: Ein überaus gelungenes Finale der 8 Veranstaltungen dieses Jahres der Reihe „Forum Medien-Politik-Gesellschaft“ mit seinem Motto „SICH EINMISCHEN“.

 

Musikherbst

Nachlese zum 18.10.2011

Umwelt schützen - Natur bewahren: Der BUND

Vor einem diesmal äußerst überschaubaren Kreis von Zuhörern entwickelte sich trotzdem ein sehr interessanter Abend. Es gab rege Diskussionen und Anregungen in Umweltfragen, und schließlich musste der Versammlungsleiter, Winfried Adam, den Abend gegen 22 Uhr mit Hinblick auf die fortgeschrittene Zeit beenden.
Zum Auftakt des Abends stellte die Referentin, das Vorstandsmitglied von BUND Hamburg, Frau Sabine Voß, Organisation und Struktur des BUND vor. Vernetzt in die europäische Organisation „Friends of the Earth“, machte Sabine Voß deutlich, wie sich der BUND in die Umweltpolitik und in konkreten Umweltschutz einmischt – quasi als Anwalt der Natur.  Wenigen hauptamtlichen Sachkennern stehen viele ehrenamtliche Mitarbeiter gegenüber, ohne die ein solches Engagement nicht zu schaffen wäre.
Anhand vieler Beispiele aus der Arbeit des BUND konnte man sehen, dass das Motto „Wir sind ein Mitmachverband“ nicht aus der Luft gegriffen ist. Menschenketten, Infostände, praktische Mitarbeit bei vielen Projekten, Kinder- und Jugendarbeit im eigenen Haus – überall engagieren sich zahlreiche Menschen, denen die Umwelt am Herzen liegt.
Schließlich ging Sabine Voß auch eingehend auf die laufenden Hamburger Projekte wie Moorburg, Elbvertiefung usw. ein. Beeindruckend auch das Engagement des BUND zusammen mit anderen Verbänden zum Schutz der Natur in unserer unmittelbaren Umgebung, dem Alstertal.
Die wenigen Zuhörer gingen beeindruckt vom erfolgreichen und vielfältigen Einsatz des BUND nach Hause. Jeder nahm sich fest vor, die Botschaft des Abends auch weiterzutragen: Macht mit, damit die Erde lebenswert bleibt!

„Mit allen Tricks – Die Lobbyisten in der EU“ am 29.9.11

Bei dieser ersten Veranstaltung nach der Sommerpause der Reihe „Forum Medien-Politik-Geschichte“ referierte der Alstertaler Europaab-geordnete Knut Fleckenstein beeindruckend offen über die Arbeitsme-thoden der verschiedensten Arten von Lobbyisten, die Einfluss auf die  Meinungsbildung von Abgeordneten zu gewinnen versuchen. Informa-tionsveranstaltungen, Besuche im Büro, Einladungen zu Abendessen oder zu Reisen gehören noch zu den harmloseren Anfechtungen, de-nen ein Europa-Abgeordneter ausgesetzt ist. Subtiler sind da schon vermeintlich wissenschaftliche Analysen über die Auswirkung geplanter Gesetze, Gutachten angeblich neutraler Institute etc. bis hin zu plum-pen Bestechungsversuchen. Mehr als 15.000 Lobbyisten seien allein in Brüssel unterwegs, heißt es – und ihnen sind 735 Abgeordnete „ausge-liefert“. Aber auch die EU-Kommission selbst ist ein begehrtes Ziel der Lobbyisten.

Knut Fleckenstein machte aber auch deutlich, dass Lobbyismus nicht nur negativ ist. Abgeordnete kommen oft aus ganz anderen Berufen und müssen sich erstmal sachkundig machen, bevor sie sich ein Urteil bilden können. Da müsse man aber möglichst mit allen Beteiligten sprechen. Eine zeitraubende, aber für ihn notwendige Prozedur. Seiner Meinung nach sei die Zahl der „schwazen Schafe“ bei den Abgeordne-ten sehr begrenzt. Den allermeisten gehe es um vernünftige Sachent-scheidungen und nicht um persönliche Vorteile. Deswegen möchte er auch so offen mit dieser Problematik umgehen: Die Wähler müssten wissen, dass es Verlockungen gibt, aber auch Persönlichkeiten mit Charakter, die ihnen widerstehen.

Als nach mehr als 90 Minuten der Veranstaltungsleiter, Winfried Adam, den Abend beschloss, applaudierten die mehr als 150 Personen im ausverkauften Veranstaltungsraum lange: Vielen Dank, Knut Flecken-stein, für diesen Vortrag!

Mitgliederveranstaltung 2011 - Ein norddeutscher Abend

24.06.2011: Das neue Programmheft Herbst 2011 ist da!

Ab sofort bekommen Sie das druckfrische Programmheft Herbst 2011 bei uns im Sasel-Haus! Wenn Sie Vereinsmitglied sind, haben Sie es bereits jetzt im Briefkasten und wenn Sie es am liebsten online lesen, können Sie es sich hier als PDF herunterladen.

 

Programmheft Herbst 2011

Juni 2011: Artikel Musikherbst im Stadtkultur Magazin

Im aktuellen Stadtkultur Magazin ist ein Artikel zum Musikherbst im Sasel-Haus erschienen.

Sie finden ihn hier auf den Seiten von Stadtkultur.

05.05.2011: Forum Medien-Politik-Geschichte Amnesty Internation

Hier klicken für die Nachlese!

14.04.2011: Ärzte ohne Grenzen

14.04.2011

Forum Medien Politik Geschichte

Ärzte ohne Grenzen. Hier klicken für die Nachlese!

13.03.2011

Zugunsten des Sasel-Hauses gaben 4 Chöre und ein Blechbläserensemble ein umjubeltes Benefiz-Konzert im Sasel-Haus. Klicken Sie hier für einen Rückblick auf dieses Konzert!

17.02.2011: Transparency International

17.02.2011

Forum Medien-Politik-Geschichte, Transparency International

Hier klicken für die Nachlese!

18.01.2011: Reporter decken auf

18.01.2011

Forum Medien-Politik-Geschichte: Reporter decken auf. Hier klicken für eine Nachlese!

November 2010: Musikherbst

 Für das Projekt "Der Musikherbst" ist das Sasel-Haus von der E.A.Langner Stiftung im Rahmen des Hamburger Kinder- und Jugendkulturpreises mit einer Ehrung bedacht worden. Darüber freuen wir uns!

 

22.08.2010: Jubiläum im Sasel-Haus! Einige Impressionen

22.08.2010: Jubiläum!

Der Sasel-Haus e.V. wird 30!

 

30 Jahre und kein bisschen leise......



Am Sonntag den, 22. August 2010 feiert der Sasel-Haus e.V. seinen 30. Geburtstag und begeht dies mit einem bunten Sommerfest rund ums Sasel-Haus!
Ehrengäste sind u.a. Kultursenatorin Prof. Karin von Welck und Bezirksamtsleiterin Cornelia Schröder-Piller.
Für die Kinder gibt es Spiel und Spaß , tolle Mitmach-Aktionen, eine Hüpfburg , Kinderschminken und zwei Kinder-Theater-Vorstellungen mit dem Mapili-Puppentheater. Gespielt wird um 14 und um 16 Uhr jeweils das Stück "Max, der Kugelkäfer". Selbstverständlich ist der Eintritt frei.

Der Kinder-Lese-Club ist geöffnet und lädt zum Lesen, Vorlesen und Verweilen ein. Die Erwachsenen können in der Zwischenzeit an einer ganz besonderen Sasel-Haus-Führung teilnehmen, denn es geht "Hinter die Kulissen" und die Besucher sehen Dinge, Technik und Räume, die sonst kein Gast zu sehen bekommt. Um 15 Uhr entführt der Leiter des Alstervereins Ferdinand Ziesche mit einem Vortrag ins historische Sasel.

Grill und Getränke, Live-Musik und eine große Tombola mit vielen tollen Preisen (z.B. ein Reisegutschein für eine Familienreise, ein Ausflug in die Autostadt Wolfsburg mit Besichtung und viele andere tolle Preise) runden diesen 30. Geburtstag ab.

 22.08., 13 - 18 Uhr: Offenes Sasel-Haus –

alle sind herzlich willkommen!

Mai 2009: Gerhard Kaisers Abschied von den Sonntagskonzerten - Einige Impressionen

Mai 2009

Nach 18 Jahren und über 120 Konzerten gab Gerhard Kaiser die Leitung der Sonntagskonzerte im Sasel-Haus aus Altersgründen ab. Nachdem er diese Reihe ins Leben gerufen und aufgebaut hat, hat sich diese zu eine der renommiertesten Reihen in Hamburg entwickelt. Große Namen wie Rudolf Buchinder, Reinhold Friedrich, die Bläser der Berliner Philharmoniker, Concerto Köln, Royal Danish Brass uvm gaben sich hier die Klinke in die Hand und sorgten dafür, daß je Saison 3000 - 3500 BesucherInnen ins Sasel-Haus strömten.

Sowohl der Vorstand des Sasel-Hauses als auch SEIN Publikum dankten ihm mit Standing Ovations. In der Folge beschloß die Hamburgische Bürgerschaft einstimmig, ihm für seine Verdienste um die Kultur die Bronzene Medaille für Bürgerschaftliches Engagement zu verleihen. Überreicht wurde sie von der Kultursenatorin Karin von Welck.

Die Konzertreihe wird natürlich fortgesetzt, fortan von einem hauptamtlichen Mitarbeiter des Hauses betreut.

27.09.2008

Eröffnung des Musikherbstes / Vernissage Klang und Zeit
Am 27.09. wurde der Musikherbst 2008 im Sasel-Haus feierlich eröffnet. Es begann mit einer spannenden Klangaktion 'Passacaglia über Sasel', bei der sich 25 Blechbläser um das Sasel-Haus verteilt aufstellten und die Besucherinnen und Besucher mit Klang empfingen.
Dann standen die Künstlerinnen und Künstler im Rampenlicht, die sich mit dem Thema 'Klang und Zeit' auseinandergesetzt hatten und eine Ausstellung mit sehr spannenden Werken gestaltet haben.
Mit Musik der Band 'Travelling Lights um den Hamburger Jazztrompeter Peter Overbeck und einem Buffet dauerte die Veranstaltung noch bis zum frühen Abend.

Die Ausstellung ist noch bis zum Ende des Musikherbstes am 16.11. während der Öffnungszeiten des Sasel-Hauses zu sehen.

04.07.2008

Der Kindergarten feiert Sommerfest !
Das Sommerfest für kleine Forscher findet am 04.07. zwischen statt. Das Motto ist diesmal 15 Uhr und 17 Uhr Experimente mit Wasser - Wind und Farbe.
Alle Neugierigen sind herzlich eingeladen !
Hier finden Sie die Einladung als PDF-Datei

18.05.2008

Mit dem letzten Konzert der Klassikreihe wird auch das neue Saison-Programm präsentiert.
Auch in der kommenden Saison sind wieder hochkarätige Ensembles zu Gast. Das neue Programm erhalten Sie im Büro des Sasel-Hauses oder finden es auf unserer Seite HIER
Sie können es sich auch herunterladen: HIER

16.05.2008

In 2009 feiert das Sasel-Haus sein 30-jähriges Jubiläum ! Dafür putzen wir uns schonmal richtig raus und gönnen uns ein neues Logo nebst frischem Design... In den kommenden Wochen wird dieses vorgestellt, alle Konzertbesucher können am 18.05. schonmal einen Blick darauf werfen, denn das Programm für die kommende Saison ist bereit in neuem Design gedruckt.

04.04.2008

Die Freiwillige Feuerwehr Sasel feiert ihr 125-jähriges Bestehen mit einem Festakt im Sasel-Haus Seit langen Jahren ist die FFW Sasel ein lieber Nachbarn das Sasel-Hauses und wir gratulieren ganz herzlich !
Ehrengäste der Festveranstaltung waren neben vielen anderen Bürgermeister Ole von Beust, Innensenator Klaus Nagel, die Bezirksamtsleiterin Frau Schröder-Pillar und der Moderator Gerhard Delling.

10.03.2008

Mit einer charmanten Idee zum Valentinstag bedankte sich das AEZ bei seinen Kunden. Jeder, der einen lieben Gruß verschicken wollte, konnte sich im AEZ für € 1.- fotografieren lassen. Danach wurde dieses Portrait auf eine, eigens für den Valentinstag, entworfene Postkarte gedruckt. Anschließend wurde die Karte mit der Anschrift versehen und zum geliebten Menschen abgeschickt. Viele Besucher haben diesen besonderen Service genutzt und so kamen in Hunderten von Briefkästen, rechtzeitig zum Tag der Liebenden, diese individuellen Postkarten an. Der Erlös dieser Aktion von € 500,- kommt dem Sasel-Haus zugute, denn der Verein hat im kom-menden Herbst Großes vor!!!! Zum Thema „Musikalischer Herbst“ werden viele Aktionen im Sasel-Haus vorbereitet.