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13.12.2019 - 15:30 Uhr
Bilderbuchkino "Dr. Brumm feiert Weihnachten"

Dr. Brumm und seine Freunde suchen den schönsten Tannenbaum. Doch Bauer Hackenpiep schnappt ihnen den Baum weg. Das lassen sich die Freunde nicht gefallen, und schon beginnt ein verrückter Weihnachtsabend.

Nach einem Bilderbuch von Daniel Napp.

Im...

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Die Peking

Die Peking

28. Januar 202019:00 UhrSeminare und Vorträge

„PEKING - vier Masten und viel mehr“. Referent des Abends ist Diplom-Kaufmann Mathias Kahl. Als Sohn des Kapitäns Karl Peter Kahl, der seine Seefahrtszeit als Schiffsjunge 1928 auf der „PEKING“ begann, kennt Mathias Kahl die wechselvolle Geschichte der „PEKING“ genau. Seit 2015 ist Kahl Vorsitzender der „Freunde der Viermastbark PEKING e.V.“ und wird über die aktive Segelzeit der „PEKING“, die stationäre Liegezeit als englisches Schulschiff auf dem Medway River und als amerikanisches Museumsschiff auf dem East River in New York berichten. Im Dockschiff „Combi-Lift III“ der Bremer Reederei Harren & Partner kam die „PEKING“ im Juli 2017 zurück an die Elbe und wird zurzeit auf der Peters Werft bei Wewelsfleth so originalgetreu wie möglich restauriert. Im Mai 2020 wird die „PEKING“ dann wieder im Hamburger Hafen erwartet. Selbstverständlich ist Kahl gern bereit, Fragen über die „PEKING“ zu beantworten.

 

Die „PEKING“ wurde 1911 als Viermastbark bei Blohm & Voss in Hamburg gebaut, ist 115 Meter lang und 14,40 Meter breit, hat eine Seitenhöhe von 8,60 Metern und einen Tiefgang von ca. 7,20 Metern. An den vier Stahlmasten konnten bis zu 32 Segel gesetzt werden. Damit erzielte das Schiff eine Segelfläche von 4100 Quadratmetern und erreichte eine Geschwindigkeit von 17 Knoten (31 km/h). Die Reisezeit von Hamburg nach Chile betrug rund 90 Tage, wobei es immer auf die Wetterbedingungen ankam.

 

Die „PEKING“ war einer der Flying P-Liner auf der Salpeterfahrt von Chile nach Hamburg und hat Kap Hoorn insgesamt 34 Mal umrundet. Der Großsegler gehörte zu der legendären P-Liner Flotte der Hamburger Reederei F. Laeisz und hat vor allem Kohle und Stückgut nach Chile gebracht und auf der Rückfahrt ca. 5000 Tonnen Salpeter in Säcken z. B. vor Iquique oder Antofagasta auf Reede an Bord genommen.

 

Chilesalpeter war damals ein wertvoller Rohstoff für die Herstellung von Dünger und Sprengstoff und wurde seit 1810 in der AtacamaWüste abgebaut. Bis in die Zwanziger und Dreißiger Jahre des 20.Jahrhunderts war die Salpeterfahrt von Chile nach Europa mit Frachtseglern ein lukratives Geschäft.

 

Die „PEKING“ hatte keinen Motor und keinen elektrischen Strom an Bord und wurde ursprünglich mit 30 Mann Besatzung und später zusätzlich mit 42 Kadetten gesegelt. Das Segelschiff ist baugleich mit der „PASSAT“, die seit 1960 in Travemünde liegt.

 

Mit Trinkwasser und Proviant darunter auch lebende Hühner und Schweine an Bord konnten die Frachtsegler diese lange Strecke einfach durchsegeln und ggf. auch Reparaturen an Bord erledigen.

Viermastbark „PEKING“ auslaufend von Chile Foto: Verein der PEKING Freunde e.V.

 

In Zusammenarbeit mit dem Verein „Freunde der Viermastbark PEKING e. V.“ Hamburg wird ein spannender Film- und Vortragsabend über die mehr als hundertjährige Erfolgsgeschichte der „PEKING“. Ein Besuch lohnt sich, weil Mathias Kahl nicht nur über die Geschichte der „PEKING“ vortragen wird, sondern auch einzigartige Filmaufnahmen über die harte Arbeit der Matrosen an Bord der „Peking“ aus dem Jahr 1929 zeigen wird.

 

 

Die Viermastbark PEKING gehörte im ersten Drittel des 20. Jhd. zu den größten, modernsten und am schnellsten segelnden Frachtschiffen weltweit. In wenigen Jahren wird die restaurierte Viermastbark als Leitobjekt des Deutschen Hafenmuseums an dem 50er Schuppen im Hamburger Hansahafen „vor Anker gehen“.

Ticket: 9.-€